Evangelische Stadtkirche von 1897

Evangelische_Kirche_Gronau

Der 1897 eingeweihte große rote Backsteinbau entstand als neugotische Hallenkirche. Der seit dem Ende des 19. Jahrhunderts einsetzende Bevölkerungszustrom auch an evangelischen Christen ließ die alte Kirche am ehemaligen Schloßplatz zu eng werden. Zum Zeitpunkt der 'Stadtwerdung' Gronaus im Jahre 1898 zählten Gronau und Epe fast 12.000 Einwohner. Dank großzügiger Spenden der Textilindustriellen konnte die 1.200 Sitzplätze große Kirche termingerecht fertiggestellt werden. Der Architekt war Alex Trappen aus Bielefeld. Im Innern der Kirche befinden sich sehenswerte Objekte aus der alten Kirche, z.B. der 'Armensteen' und das Allianzwappen, welches an die Zugehörigkeit zur Grafschaft Bentheim erinnert. 

Katholische Kirche St. Antonius Gronau von 1914

St._Antoniuskirche_Gronau

Die alte Katholische Barockkirche von 1772 genügte den Ansprüchen der stetig wachsenden Gemeinde schon lange nicht mehr. Das neue Gotteshaus wurde 1913-1914 nach den Plänen des Architekten Sunderplaßmann aus Münster in einem Stil erbaut, in dem neuromanische und neugotische Elemente vereinigt sind. Die Kirche ist 56 Meter lang und 22 Meter breit. Die beiden Türme haben eine Höhe von 46 Metern.

Rathausturm am Theodor-Heuss-Platz

Rathausturm mit Theodor-Heuss-Platz

Das 1898 im neugotischen Stil entstandene "neue" Rathaus prägte mit dem hier zu sehenden , erst 1907 angebauten Rathausturm über Jahrzehnte das Zentrum von Gronau. Der vorgelagerte Platz empfängt Straßen und Zuwege aus fünf Richtungen. Bereits 1932 wurde hier die erste Ampelanlage installiert. Das Rathaus wurde am 20. März 1945 bei dem schweren alliierten Fliegerangriff auf Gronau zerstört. Der Turm überstand den Krieg und wurde in den Folgejahren durch eine Vielzahl von Institutionen genutzt: Polizei, Stadtverwaltung, Volkshochschule, Altenclub, Ostdeutsche Stube und Stadtarchiv.

Wahrzeichen Wasserturm

Türmchen_Wanderstab

Dieses Gronauer Wahrzeichen ist seit 1903 ein hervorragender Fixpunkt in der Silhouette der Stadt. Die im letzten Viertel des 19. Jahrhunderts einsetzende rasante Bevölkerungsentwicklung führte zu einer verstärkten Bautätigkeit. Die Realisierung einer angemessenen Infrastruktur beinhaltete vor allem eine zeitgemäße Wasserversorgung. Die Standortwahl wurde durch die günstigen Trinkwasservorkommen am Rande der Dinkeltalung bestimmt. Der damalige Stand der Technik bestimmte die Art des erforderlichen Aufbaues des Wasserdrucks für das Leitungsnetz und somit die Errichtung eines Turmes. Der in der hoch angelegten bauchigen Ausbuchtung installierte Wasserbehälter diente sowohl als Speicher wie auch als Druckstabilisator. Diese Funktion erfüllte das Bauwerk bis 1967. Im erfreulichen Gegensatz zu den meisten Wassertürmen der Umgebung konnte der Turm vor dem Abbruchschicksal gerettet werden. In Kooperation mit den Stadtwerken wurden hier seit 1994 Lesungen und unzählige Besichtigungstermine angeboten. In den 90er Jahren befand sich im Wasserturm eine Zweigstelle des Standesamtes. Notwendige Sanierungs- und Renovierungsarbeiten führten zu einer zeitweiligen Schließung des Turmes. Alle Arbeiten wurden im Jahr 2014 erfolgreich abgeschlossen. Die Wiedereröffnung erfolgt in 2015.

Katholische Kirche St. Agatha Epe von 1892

Der imposante neugotische Kirchenbau wurde 1892 vollendet. Der zehn Jahre zuvor bei dem großen Brand von Epe eingestürzte ursprüngliche romanische Turm wurde wieder aufgebaut, stürzte jedoch 1886 ein. Zu den Kunstschätzen des Gotteshauses gehören u.a. der aus Bentheimer Sandstein gemeißelte Taufstein aus dem 12. Jahrhundert sowie eine Passions- oder Matersäule aus der Zeit zwischen 1450 und 1500.

Evangelische Kirche Epe

Der Grundstein für die Evangelische Kirche in Epe wurde am 13. November 1910 gelegt. Bereits ein Jahr später, am 22. Oktober 1911, konnte das Gotteshaus eingeweiht werden. Im Rahmen der mehrmaligen Erweiterungs- und Umbaumaßnahmen wurde die Kirche den veränderten Bedürfnissen der Gemeinde angepasst. 

Gronauer Brocken

'Alter Schwede' - dies mag der Eigentümer eines Grundstückes an der Dinkel gedacht haben, als er während Ausschachtungsarbeiten auf einen Findling stieß. Denn tatsächlich ist der 47 Tonnen schwere Granitstein vor rund 2 Milliarden Jahren in Mittelschweden entstanden und hat vor ca. 200.000 Jahren auf dem Rücken saaleeiszeitlicher Gletscherströme seine Reise ins Münsterland angetreten. Eine kleine geologische Sensation, die im Mai 1993 für Aufsehen über die Region hinaus sorgte, handelte es sich doch um den größten bisher entdeckten Findling im Kreis Borken. Heute befindet sich der 'Gronauer Brocken' am Hallenbad Gronau.

Jüdischer Friedhof

Im Jahre 1828 wurde ein jüdischer Friedhof angelegt, auf den Familien aus Gronau, Epe und Nienborg ihre Angehörigen beisetzten. Ursprünglich weit vor den Toren der Stadt befindlich, wurde er durch die Vergrößerung der Ortschaft infolge der Stadtwerdung im Jahre 1898 ein Teil Gronaus. Eingefasst hinter einer mit Efeu überwucherten Mauer, strahlt der mit alten Bäumen und Sträuchern bewachsene Friedhof eine friedvolle Ruhe aus. Die Gräberanlage inmitten der unter Denkmalschutz stehenden Morgensternsiedlung, eine dichte Aneinanderreihung zahlreicher Wohnhäuser gleichen Stils, liegt an der Vereinsstraße, Ecke Laubstiege. Die Siedlung, die 1927/28 erbaut worden ist und ihren Namen wohl durch die unmittelbare Nähe zum jüdischen Friedhof erhalten hat, hat eine baugleiche Entsprechung im benachbarten Enschede. Deshalb wird sie gelegentlich auch Hollandsiedlung genannt.

Schepers Mühle Epe

Schepers Mühle Epe

Diese malerische Wassermühlenanlage aus dem 14. Jahrhundert wurde im Frühjahr 2002 restauriert. Das unter Denkmalschutz stehende Gebäude beherbergt heute ein Mühlencafé sowie ein Trauzimmer. Der romantische Mühlengarten lädt ebenfalls zum Verweilen ein.